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Praxis für Ergotherapie im Ärztehaus am Sankt Josef
Christel Longrée, Arnd Longrée
Tel.: (0202) 45 46 46
Fax: (0202) 4 46 90 84
E-Mail: ergotherapie-longree@t-online.de

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Sie können unsere Ergotherapiepraxis bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, die Haltestellen Karlsplatz, Wall/Museum und Höchsten/Sankt Josef Krankenhaus befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Praxis.

Mit dem PKW sind wir gut erreichbar, das Parkhaus am Sankt Josef sowie das Parkhaus der Rathausgalerie sind nur ca. 100 m entfernt.

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Praxis für Ergotherapie im Ärztehaus am Sankt Josef

Christel Longrée, Arnd Longrée


Bergstr. 5-11
42105 Wuppertal
Tel.: (0202) 45 46 46
Fax: (0202) 4 46 90 84
E-Mail: ergotherapie-longree@t-online.de


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Gesundheitsnews



Folgen von Demenz abschwächen: Körperwahrnehmung erhalten
Folgen von Demenz abschwächen: Körperwahrnehmung erhalten

Erfreulicherweise leben immer mehr alte Menschen länger in den eigenen vier Wänden. „Was sich zunächst wie der Idealzustand anhört, kann für Menschen mit Demenz mitunter in heiklen Situationen münden. Oder die pflegenden Angehörigen stark belasten.“, weiß die Ergotherapeutin Ann-Kathrin Blank, DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.). Die Erfahrung zeigt, dass Menschen, die bereits ab einem sehr frühen Stadium der Demenz professionelle Beratung und Unterstützung durch Ergotherapeuten erhalten, im Alltag besser zurechtkommen.

Wirtschaftliche Argumente sprechen ebenso dafür wie gesamtgesellschaftliche Verpflichtungen und der Inklusionsgedanke: Möglichst viele Menschen sollten ihren Lebensabend autark oder im Kreise ihrer Lieben verbringen können. Damit dies auch bei Menschen mit Demenz für alle Beteiligten bestmöglich funktioniert, empfiehlt die Expertin Ann-Kathrin Blank, früh mit der Beratung und Unterstützung der Betroffenen zu beginnen, um die Auswirkungen dieser Alterserkrankung auf den Alltag zu mildern. Gleichzeitig bietet sie den Angehörigen ein Coaching an und klärt über Hintergründe und Folgen dieser Erkrankung auf. Das ermöglicht ihnen adäquat mit ihrem an Demenz erkrankten Familienmitglied umzugehen.

Körperwahrnehmung: Bewegung spielt eine wichtige Rolle „Alles, was ein Demenzkranker tut, hat einen Sinn.“, wirbt die Ergotherapeutin um mehr Verständnis für Menschen mit Demenz „Sie wollen sich selbst spüren.“ Die nachlassende Körperwahrnehmung ist der Grund, warum es bei vielen Betroffenen im Verlauf der Erkrankung zu Handlungen kommt, die für die Außenwelt zunehmend absurder und unverständlicher scheinen. Um dieser unaufhaltsamen Entwicklung entgegenzuwirken und die Folgen möglichst lange hinauszuzögern oder abzuschwächen, raten Ergotherapeuten Menschen mit einer beginnenden Demenz weiter Sport zu treiben und in Bewegung zu bleiben. Oder, hat derjenige bislang keinen Sport betrieben, eine passende Sportart wie Schwimmen, Yoga oder Qi Gong zu probieren; sportliche Betätigungen also, die in besonderem Maße förderlich für die eigene Körperwahrnehmung sind. Ein durchaus erwünschter Nebeneffekt ist dabei, dass die nach der Diagnose „Demenz“ oft auftretenden depressiven Reaktionen sich nicht noch dadurch verstärken, dass solche liebgewonnenen Freizeitbeschäftigungen plötzlich entfallen. Zusätzlich zu solchen Maßnahmen, die die Körperwahrnehmung stabilisieren, wirken Ergotherapeuten der nachlassenden Muskelanspannung mit Bewegungsspielen und Wahrnehmungsstimulation entgegen. Auch stärken sie die Fähigkeiten und Ressourcen ihrer Patienten auf körperlicher und mit sehr viel Fingerspitzengefühl auch auf seelischer Ebene. So verleihen sie ihnen mehr Widerstandskraft gegenüber der Stigmatisierung und anderen Ausgrenzungen von außen.

Ziele: ein Ansporn für Menschen mit Demenz „Gegen das Fortschreiten der Demenz lässt sich kaum etwas tun; gegen die Auswirkungen auf den Alltag hingegen schon.“, so die Ergotherapeutin, die erklärt, welche Faktoren die Betroffenen selbst, beziehungsweise in den späteren Stadien ihrer Erkrankung die Angehörigen, positiv beeinflussen können. Die Hände gehören zu den wichtigsten Sinnesorganen. Indem sie sie alltägliche Dinge verrichten lassen, fördern Ergotherapeuten diesen Wahrnehmungssinn bei den demenzkranken Menschen. Parallel klären sie die Angehörigen auf. Erläutern beispielsweise, dass es wichtig ist, schwere Gegenstände zu verwenden, um das Spüren mit den Händen, das ‚Be-greifen‘, zu fördern. Alles Schwere regt die sogenannte Propriozeption an, die Tiefensensibilität, die ein wesentlicher Teil der Eigenwahrnehmung ist. Dank dieser wissenschaftlich fundierten, ergotherapeutischen Vorgehensweise gelingt es, Menschen mit Demenz so zu befähigen, dass die Angehörigen sie in alltägliche Handlungen wie Haushalt & Co. sinnvoll einbeziehen können. Dadurch fühlen Menschen mit Demenz sich kompetent und bestätigt; so sind sie motiviert, etwas zu tun und weiter zu tun. Denn findet das Gegenteil statt, haben die Hände – und der Geist – nichts zu tun, kommen sie aus der Übung, noch vorhandene Fähigkeiten lassen schneller nach.

Abwechslung: Ergotherapeuten verschaffen Angehörigen Freiräume Die Verantwortung von Menschen, die mit einem Demenzkranken in einem Haushalt leben, ist groß. Oft fühlen sie sich rund um die Uhr verpflichtet. Ergotherapeuten unterstützen sie auch an dieser Stelle, geben ihnen eine Reihe Tipps, wie sie praktisch mit bestimmten Angewohnheiten umgehen, Abwechslung und Beschäftigung in den Alltag bringen können. Räumt ein Mensch mit Demenz etwa immer wieder den Kleiderschrank aus, empfehlen Ergotherapeuten niederschwellige, leicht umzusetzende Alternativen wie eine Kiste mit Kleidungsstücken zum Wühlen bereit zu stellen. Oder die Umgebung immer wieder mit neu angepassten Reizen auszustatten, die dem Demenzkranken ermöglichen, haptisch unterschiedliche Dinge zu sammeln und zu fühlen wie Tücher, Kuscheltiere, Nesteldecken, schwere Bücher, … eben alles, das Interesse weckt und demjenigen ermöglicht, sich selbst zu spüren. Darüber hinaus schlagen Ergotherapeuten Möglichkeiten vor, wie betreuende Angehörige ihren Alltag bereichern, sogar gemeinsam mit dem Demenzkranken etwas unternehmen wie ein Tanzcafe oder andere Veranstaltungen zu besuchen. Und damit sowohl freudige Erlebnisse und Augenblicke der Lebenslust für beide zu schaffen als auch durch die Bewegung die Körperwahrnehmung des Partners mit Demenz zu stärken.

Informationsmaterial gibt es bei den Ergotherapeuten des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.); Ergotherapeuten in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes im Navigationspunkt Service und Ergotherapeutische Praxen, Suche.

Bewegungstherapie bei Krebs hilft – je individualisierter, desto besser
Krebspatientin beim Krafttraining

Regelmäßiger Sport senkt nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken. Körperliches Training kann auch die Therapie bei einer bestehenden Krebserkrankung unterstützen. Ein internationales Forscher-Konsortium hat unter Beteiligung von Wissenschaftlern vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg herausgefunden: Patienten, die sich regelmäßig bewegen, fühlen sich nicht nur körperlich fitter und kräftiger, sie beurteilen auch ihre eigene Lebensqualität als besser und leiden seltener unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom Fatigue. Dabei scheinen jedoch bestimmte Patientengruppen mehr zu profitieren als andere.

Dank moderner Therapiemethoden geht die Sterblichkeit durch Tumorerkrankungen immer weiter zurück. Während vor 1980 noch zwei Drittel der Krebspatienten ihrem Leiden erlag, kann heute mehr als die Hälfte dauerhaft geheilt werden. Mit dem Erfolg der Therapie gehen jedoch oft schwerwiegende Nebenwirkungen einher. Und auch nach abgeschlossener Behandlung leiden viele Betroffene unter körperlicher Schwäche, dem chronischen Erschöpfungssyndrom Fatigue und letztlich unter einem Verlust an Lebensqualität.

Das muss jedoch kein unabwendbares Schicksal sein. Zahlreiche Studien aus den letzten Jahren legen nahe, dass moderate bis anstrengende Bewegung dazu geeignet ist, etwa die Nebenwirkungen einer Krebstherapie abzumildern und die Lebensqualität zu verbessern. Der einzelne Patient profitiert davon nicht nur durch ein verbessertes körperliches Wohlbefinden. „Das kann darüber entscheiden, ob beispielsweise eine Chemotherapie wie geplant durchgeführt werden kann, und trägt somit indirekt auch zum Heilungserfolg bei“, erklärt Karen Steindorf, die am DKFZ und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg forscht.

Allerdings: Der Effekt der Bewegungstherapie schwankt von Studie zu Studie zum Teil erheblich, da sich die untersuchten Zielgruppen ebenso wie die Art, Dauer und Intensität der Bewegungsprogramme deutlich unterscheiden. Unter der Leitung von Laurien Buffart von der Freien Universität Amsterdam, hat das internationale Forschungskonsortium POLARIS (Predicting OptimaL cAncer RehabIlitation and Supportive care) daher den therapeutischen Nutzen von Sport bei Krebs genauer unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler führten die Daten von Patienten aus insgesamt 34 Studien zusammen. Ziel war herauszufinden, welchen Effekt Sport während und nach einer Krebstherapie auf das chronische Erschöpfungssyndrom Fatigue, auf die körperliche Ausdauer, auf die Muskelkraft sowie auf die selbstberichtete körperliche Funktionsfähigkeit im Alltag und auf die Lebensqualität ausübt.

Das Ergebnis: „Sport hilft, aber nicht bei allen gleichermaßen“, wie Steindorf zusammenfasst, die mit ihrem Team am DKFZ und am NCT Heidelberg mit zwei Studien zur Sporttherapie bei Brustkrebs am Konsortium beteiligt war. In Bezug auf Fatigue und die körperliche Funktionsfähigkeit im Alltag, etwa Koffertragen oder Treppensteigen, tat Sport besonders den Patienten gut, die in diesen Bereichen starke Probleme hatten. Hinsichtlich Muskelkraft und Lebensqualität profitierten alle Patienten von einem Training während der Krebstherapie, unabhängig von ihrem Ausgangslevel. Nach Abschluss der Krebstherapie schien ein moderates Krafttraining jedoch vor allem weniger sportliche Patienten zu kräftigen und zu einer besseren Lebensqualität zu verhelfen. Vermutlich benötigen Patienten, die bereits über eine mäßige bis gute Fitness verfügen, ein intensiveres Training. Darüber hinaus zeigte sich, dass Patienten mit sehr niedriger Ausdauerleistungsfähigkeit weniger von einem Ausdauertraining während der Therapie profitieren als andere. Möglicherweise waren diese Patienten während der anstrengenden Krebstherapie mit dem Training überfordert.

„Grundsätzlich glauben wir fest daran, dass alle Krebspatienten von Ausdauer- und Krafttraining profitieren können“, sagt Steindorf. „Daher würden wir allen Betroffenen zu mehr Bewegung raten, um ihr persönliches Wohlbefinden und ihre Lebensqualität zu verbessern.“ Die Erkenntnisse aus der Studie legen aber nahe, dass es sinnvoll sein kann, die Sporttherapie noch stärker an den individuellen Voraussetzungen der einzelnen Patienten auszurichten, um die Effekte im Rahmen einer Krebstherapie noch effizienter ausnutzen zu können. „Unser Ziel ist eine individualisierte Sporttherapie“, fasst die Wissenschaftlerin zusammen.

Laurien M. Buffart, Maike G Sweegers, Anne M. May, Mai J. Chinapaw, Jonna K. Van Vulpen, Rob U. Newton, Daniel A. Galvão, Neil K. Aaronson, Martijn M. Stuiver, Paul B. Jacobsen, Irma M. Verdonck-de Leeuw, Karen Steindorf, Melinda L. Irwin, Sandi Hayes, Kathleen A. Griffith, Alejandro Lucia, Fernando Herrero-Roman, Ilse Mesters, Ellen van Weert, Hans Knoop, Martine M Goedendorp, Nanette Mutrie, Amanda J. Daley, Alex McConnachie, Martin Bohus, Lene Thorsen, Karl-Heinz Schulz, Camille E Short, Erica L James, Ronald C Plotnikoff, Gill Arbane, Martina E. Schmidt, Karin Potthoff, Marc van Beurden, Hester S. Oldenburg, Gabe S. Sonke, Wim H. van Harten, Rachel Garrod, Kathryn H. Schmitz, Kerri M. Winters-Stone, Miranda J. Velthuis, Dennis R. Taaffe, Willem van Mechelen, Marie-José Kersten, Frans Nollet, Jennifer Wenzel, Joachim Wiskemann, Johannes Brug, Kerry S Courneya:
Targeting exercise interventions to patients with cancer in need: an individual patient data meta-analysis. Journal of the National Cancer Institute 2018, DOI: 10.1093/jnci/djy161

Eine Tasse Kaffee oder Tee am Tag fördert die Sportlichkeit
Zu müde oder zu energielos für sportliche Aktivitäten?

Wissenschaftler der University of Queensland haben herausgefunden, dass Tee oder Kaffee helfen können, in Schwung zu kommen. Frauen, die täglich nur eine Tasse davon trinken, sind häufig aktiver als solche, die darauf verzichten.

Eine Studie der School of Human Movement and Nutrition Sciences der University of Queensland ergab, dass Frauen, die eine oder zwei Tassen Tee oder Kaffee pro Tag trinken, häufiger das empfohlene Level an moderatem bis intensivem Sport absolvieren als jene, die diese Getränke seltener konsumieren.

Dr. Tina Skinner sagt, der Koffeinkonsum durch Kaffee und Tee kann sportliche Aktivitäten von Frauen im mittleren Alter fördern, weil er Müdigkeit und Energielosigkeit reduziert.

„Sportliche Aktivität ist wichtig, um gesund alt zu werden. Müdigkeit und Energielosigkeit halten mittelalte bis alte Frauen oft davon ab, das notwendige Pensum zu schaffen", so Dr. Skinner.

„Der Konsum von dem natürlich und reichlich in Kaffee und Tee vorkommenden Alkaloid Koffein wurde schon mit verschiedenen gesundheitlichen Nutzen in Verbindung gebracht, etwa einem reduzierten Anstrengungsgefühl bei Bewegung und einer selbstgewählten erhöhten Intensität von sportlichen Übungen", sagt Dr. Skinner. „Koffein wird auch damit in Verbindung gebracht, das Risiko für Typ-2-Diabetes, Demenz und einige Krebsarten zu reduzieren".

In der Studie wurden die Gewohnheiten von 7.580 Frauen untersucht, die zwischen 1946 und 1951 geboren wurden und an einer australischen Langzeitstudie zur Frauengesundheit teilnehmen. Die Teilnehmerinnen wurden gebeten, nicht nur ihren durchschnittlichen Tee- und Kaffeekonsum der letzten zwölf Monate zu dokumentieren, sondern auch ihr Bewegungs- und Sportverhalten aus der Vorwoche zu erfassen.

„Kaffee- und Teetrinkerinnen fühlen sich seltener müde und haben mehr Energie", sagt Dr. Skinner. „Für diejenigen, die eine oder zwei Tassen Kaffee am Tag trinken, ist die Wahrscheinlichkeit 17 Prozent höher, dass sie das empfohlene Level an Bewegung erreichen. Bei denen, die ein bis zwei Tassen Tee am Tag trinken, lag der Wert bei 13 bis 26 Prozent. Sportliche Aktivität ist in jedem Abschnitt des Lebens wichtig. Besonders bei Menschen mittleren Alters sorgt sie für körperliche Funktionalität und Unabhängigkeit und hilft, das Risiko für Altersschwäche möglichst gering zu halten."

Die Studie wurde im „International Journal of Environmental Reasearch and Public Health" veröffentlicht.